Online Workshops
Aufbauend auf den vorhandenen Videoinhalten startet wie nun eine begleitende Reihe von „After-Work-Workshops“. Diese Online-Workshops dauern rund zwei Stunden (mit der Möglichkeit einer Verlängerung, falls die Diskussion es erfordert) und kombinieren kurze Impulsvorträge mit offener Diskussion. Ziel ist es, einen Raum für Austausch zu schaffen, der sowohl für erfahrene Fachleute als auch für Neueinsteiger:innen spannend und gewinnbringend ist. Die Workshops werden in deutscher Sprache durchgeführt.
Die Beiträge und Anregungen der Teilnehmenden werden direkt in die finalen Videos für diese Plattform einfließen, sodass der Workshop nicht nur dem Austausch dient, sondern auch breiter nutzbar wird.
Die vollständige Liste der Workshops ist unten aufgeführt, zusammen mit den Links, wo man sich registrieren kann. Die Anmeldung kann auch per E-Mail erfolgen. Die Anmeldung ist kostenlos.
Workshop 1 – 27.11.2025 | 17:00-19:00
Lehm, Zement & Nachhaltigkeit
Stabilisierter Lehmbau: Ist Zement ein notwendiger Zusatz oder ein Widerspruch zur Idee des nachhaltigen Bauens
Der erste Workshop dieser Reihe widmet sich der Frage nach der Nachhaltigkeit des modernen Lehmbaus. Während Lehm traditionell als nachhaltiges Baumaterial gilt, wird er heute, insbesondere in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit, fast immer mit Zement stabilisiert. Manchmal in einem Ausmaß, das ihn kaum mehr von Beton unterscheidet. Doch wie viel Zement ist wirklich notwendig und wo verläuft die Grenze zwischen sinnvoller Stabilisierung und einer Praxis, die den Nachhaltigkeitsgedanken unterläuft? Warum setzen viele Projekte auf Stabilisierung? Welche Vorteile (z.B. veinfachere Umsetzung, höhere Witterungsbeständigkeit und einfachere Wartung) sprechen dafür? Welche ökologischen und sozialen Folgen hat dies? Welche weiteren Möglichkeiten gibt es, den Bauprozess und den CO₂-Fußabdruck zu optimieren?
Hier anmelden: https://www.eventbrite.com/e/1720509924499
Workshop 2 – 22.01.2026 | 17:00-19:00
Mindeststandards & Verhältnismäßigkeit
Verhältnismäßige und realistische Mindeststandards in EZ-Projekten und die Risiken überzogener Anforderungen
In diesem Workshop diskutieren wir, wie sich Bau- und Gestaltungsstandards in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit verbessern lassen und wo die Grenzen liegen. Themen wie Fluchtwege, Barrierefreiheit, Toilettenkapazität oder natürliche Belüftung stehen dabei im Fokus. Die zentrale Frage lautet: Welche Verbesserungen sind unter den gegebenen Rahmenbedingungen realistisch, finanzierbar und praktisch umsetzbar? Wir betrachten Chancen und Risiken strengerer Anforderungen, analysieren ihre Verhältnismäßigkeit im Vergleich zur gängigen Praxis und diskutieren, wie Standards sinnvoll angehoben werden können, ohne Projekte durch überzogene Erwartungen zu gefährden.
Hier anmelden: https://www.eventbrite.com/e/1738262593209
Workshop 3 – 25.03.2026 | 17:00-19:00
Potenziale des Bambusbaus
Nachhaltig bauen mit Bambus: Erfahrungen, Herausforderungen und neue Entwicklungen
Bambus gilt als eines der nachhaltigsten Baumaterialien weltweit – schnell wachsend, vielseitig einsetzbar und mit großem Potenzial für ressourcenschonendes Bauen. Doch wie realistisch ist sein Einsatz in Projekten der Entwicklungszusammenarbeit? In diesem Workshop beleuchten wir Chancen und Grenzen des Bambusbaus: von technischen und rechtlichen Hürden über Fragen der Wartung und Haltbarkeit bis hin zum fehlenden Fachwissen. Anhand von Projektbeispielen und neuen Entwicklungen in der Baubranche diskutieren wir, wie Bambus künftig stärker genutzt werden kann – und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen.
Hier anmelden: https://www.eventbrite.com/e/1738548167369
Workshop 4 – 27.05.2026 | 17:00-19:00
Dialog mit lokalen Fachleuten
Wie internationale NGOs und lokale Fachleute durch klare Absprachen nachhaltige Bauprojekte verwirklichen können
Wie lassen sich lokale Expert:innen effektiv in Bauprojekte der Entwicklungszusammenarbeit einbinden? Dieser Workshop widmet sich der Frage, wie Anforderungen, Budgets und Förderauflagen klar vermittelt und gleichzeitig mit den Möglichkeiten vor Ort abgeglichen werden können. Wir sprechen über Wege, Missverständnisse zu vermeiden, überdimensionierte Projekte zu verhindern und gemeinsam tragfähige Standards zu entwickeln. Dabei betrachten wir insbesondere, wie nachhaltige Lösungen, von alternativen Materialien wie Lehm oder Bambus über energieeffiziente Entwurfsentscheidungen bis hin zu Verbesserungen bei Barrierefreiheit, Belüftung oder Brandschutz, realistisch umgesetzt werden können.
Hier anmelden: https://www.eventbrite.com/e/1738544536509
Workshop 5 – 16.09.2026 | 17:00-19:00
Realisierte Projekte & Lessons Learned
Zentrale Herausforderungen, konkrete Lessons Learned und übertragbare Erkenntnisse für künftige Vorhaben
Was bleibt nach Abschluss eines Bauprojekts – und was lässt sich daraus für kommende Vorhaben ableiten? In diesem Workshop richten wir den Blick auf realisierte Bauprojekte und sammeln die wichtigsten Herausforderungen und Lessons Learned aus der Praxis. Teilnehmende bringen eigene Erfahrungen ein: von nachhaltigen Materialien und technischen Detailfragen über Projektmanagement, Zeit- und Kostenrealismus sowie die Frage, ob ursprüngliche Entwurfsideen tatsächlich umgesetzt wurden. Wir reflektieren außerdem die Zusammenarbeit mit lokalen Fachleuten, Kommunikation und Rollenklärung mit Partnerorganisationen sowie typische Fehlerquellen, die sich oft mit relativ einfachen Anpassungen vermeiden lassen.
Hier anmelden: https://www.eventbrite.com/e/1979043987842
Workshop 6 – 11.11.2026 | 17:00-19:00
Nachhaltigkeit & Finanzierbarkeit
Ausblick: Nachhaltig bauen trotz steigender Kosten und sinkender Budgets.
Zum Abschluss der Reihe richten wir den Blick nach vorn: Welche Perspektiven haben nachhaltige Bauprojekte in der Entwicklungszusammenarbeit, wenn Fördermittel knapper werden, Materialpreise steigen und Bauvorhaben insgesamt seltener finanziert werden? Im Zentrum steht der Zielkonflikt zwischen Nachhaltigkeit und Finanzierbarkeit. Denn ressourcenschonende Lösungen erfordern häufig mehr Planung, klare Wartungs- und Betriebskonzepte und nicht selten höhere Anfangsinvestitionen. Wir diskutieren, was diese Entwicklung für die Qualität, Lebensdauer und Klimawirkung von Bauprojekten bedeutet – und welche Ansätze helfen können, auch unter restriktiven Budgets nachhaltig zu planen, zu bauen und zu betreiben.
Als sekundäres Thema betrachten wir, welche strukturellen Veränderungen in der Entwicklungszusammenarbeit zu erwarten sind, wenn die Finanzierung insgesamt weiter zurückgeht.Hier anmelden: https://www.eventbrite.com/e/1979049851380