Gesundheitsstation
Keemalung, Nepal

Worum geht es bei dieser Präsentation?

Für das Projekt einer Gesundheitsstation in Keemalung in Nepal waren zwei Aspekte von besonderer Bedeutung. Der Standort, der sehr schwer zugänglich war und den Bauprozess sehr viel komplizierter und teurer gemacht hat und die Entscheidung, den vorgesehene Baustandard gegenüber den üblichen Gebäuden, die sonst im Hochgebirge Nepals zu finden sind, zu erhöhen.

Eine der wichtigsten Anforderungen aller Partner war eine erdbebensichere Bauweise der Gesundheitsstation. Das große Erdbeben im Jahr 2015 hat leider die Schwachstellen der Gebäude aufgedeckt, die nicht entsprechend der Bauvorschriften geplant und gebaut wurden. Dieser richtige Ansatz erforderte natürlich noch mehr Material (Zement und Stahl), das zum Standort transportiert werden musste.

Das Gebäude mit einer Fläche von etwa 100 m2 hat einen für eine Gesundheitsstation typischen Grundriss mit verschiedenen Räumen (medizinisches Personal, Lager, Kreißsaal usw.), die um einen Warteraum herum angeordnet sind. Neben dem Gebäude befindet sich eine zusätzliche Toilette.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit zwischen der lokalen Organisation Nepal Helping Education Foundation of Nepal, Gecotec e.V. und DESWOS e.V. durchgeführt. Es wurde mit einem Gesamtbudget von 105.000 Eur fertiggestellt und 2024 eröffnet.

Präsentiert von Gregor Peter / DESWOS e.V.
Dauer 25 Minuten, Untertitel DE, EN, ES, FR

  • Lessons Learned
  • Erhöhter Baustandard
  • Toiletten
  • Erdbebensicheres Bauen
  • Baubegleitung
  • Gesundheitsstation

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Transkript
Einleitung

Die Gesundheitssituation hat sich in Nepal in den vergangenen Jahren zwar deutlich verbessert, doch gibt es immer noch deutliche Unterschiede zwischen Armen und Wohlhabenden sowie städtischen und ländlichen Regionen. Insbesondere in den Hochgebirgsregionen im Norden und Osten des Landes ist die Gesundheitsversorgung weiterhin sehr lückenhaft. Die Folge: Kranke und auch Schwangere sind oftmals mehrere Tage unterwegs, zumeist zu Fuß, um zu einem Krankenhaus zu gelangen und dies auf oftmals steilen und schlecht ausgebaute Straßen.

Selbst für Menschen, die keine gesundheitlichen Einschränkungen haben, sind diese Wege bereits sehr beschwerlich Und so ist nachvollziehbar, dass für die Menschen, in entlegenen Bergregionen leben, eine medizinische Behandlung mit großen körperlichen Strapazen verbunden ist. Und abgesehen dieser Strapazen kommt noch hinzu, dass die weiten Wege die Menschen viel Zeit und die Aufenthalte in den Städten eine Menge Geld kosten. Für die Menschen haben diese Umstände zum Teil tragische Konsequenzen, wenn etwa Schwangere nicht mehr rechtzeitig für die Geburt in einer Krankenhaus gelangen, offene Wunden und Knochenbrüche nicht behandelt werden und lebenswichtige Medikamente den Menschen nicht zur Verfügung stehen.

Hieran etwas zu ändern war und ist das gemeinsame Ziel von DESWOS, Gecotec und ihrem nepalesischen Projektpartner “Nepal Helping.” Alle drei Partner setzen sich deshalb dafür ein, die medizinische Grundversorgung in entlegenen Bergregionen Nepals auszubauen. Denn eine gute Grundversorgung ist ein wichtiger Beitrag, die Lebens und Gesundheitssituation der dort Lebenden, zumeist armen Menschen, zu Verbessern. Seit 2019 haben DESWOS, Gecotec und “Nepal Helping” in den Bergdörfern Bohrle, Gope und Keemalung im Nordosten des Landes den Bau von drei Gesundheitsstationen geplant, finanziert und realisiert.

Aber was bedeutet es, in diesen entlegenen Bergregionen zu bauen? Was sind die größten Herausforderungen? Was sind wichtige Erfolgsfaktoren? Und was zeichnet ein erdbebensicher gebautes Gebäude eigentlich aus? Die Antworten auf diese Fragen sollen nachfolgend näher beleuchtet werden. Zwei große Herausforderungen die sich beim Bau in entlegenen Bergregionen Nepals stellen, sind der Transport von Baumaterialien und das begrenzte Zeitfenster in der gebaut werden kann. Zwar wurden nach Möglichkeit Baumaterialien verwendet, die vor Ort zur Verfügung stehen, wie etwa Bruchsteine, Bauholz und Sand.

Herausforderungen

Die allermeisten Materialien mussten jedoch mit LKWs und Pick-Ups von weit her vor allem aus der Hauptstadt Kathmandu oder der Stadt Dharan, und den Fahrern eine Menge Geduld abverlangte, wenn allein das Warten auf eine Überfahrt über ein Fluss schon mehrere Tage dauern konnte, da die alte, gemächlich dahin fahrende Fähre nur ein oder zwei Fahrzeuge, je nach deren Größe, auf die andere Flussseite mitnehmen konnte.

Und die Straßen im Hochgebirge Nepals führen nicht einfach den Berg hoch oder runter. Nein, sie sind steil, kurvig, und gerade in den entlegenen Regionen nicht befestigt. Das bringt nicht nur die Fahrer, sondern auch die Fahrzeuge an ihre Grenzen. Eine weitere Herausforderung und Einschränkung für das Bauen im nepalesischen Hochgebirge ist der jahreszeitliche Wechsel von Trocken- und Regenzeit, die maßgeblich durch den Monsun bestimmt wird. Denn während der Monsunzeit die etwa von Mai bis Oktober dauert, fallen die Niederschläge in der Regel so heftig aus, dass Straßen nicht mehr befahren werden können.

An Materialtransport und Bautätigkeiten ist in dieser Zeit nicht zu denken. Umgekehrt bedeutet dies, dass alle wesentlichen Bautätigkeiten in dem kurzen Zeitfenster zwischen November und April abgeschlossen sein sollten. Um das kurze Zeitfenster für den Bau der Gesundheitsstation optimal auszunutzen, hat der lokale Projektpartner “Nepal Helping” deshalb bereits vor der Regenzeit und damit etwa ein 3/4 Jahr bevor dem Baustart damit begonnen, die Baumaterialien an die jeweiligen Projektstandorte zu transportieren. Diese mussten dort selbstverständlich sicher gelagert werden.

Erfolgsfaktoren

Aber was waren nun wichtige Faktoren, für den Erfolg der drei bisherigen Bauprojekte verantwortlich waren? Ohne einen kompetenten, erfahrenen, engagierten und mit den örtlichen Begebenheiten vertrauten Projektpartner geht gar nichts. Und mit “Nepal Helping” haben wir zum Glück genau so einen Partner, der diese Voraussetzungen mitbringt und in der Lage ist, ein Bauprojekt selbstständig zu planen und zuverlässig durchführen zu können. Die handwerklichen Fähigkeiten des Kernteams und deren Bereitschaft, für die Bauleitung während der gesamten Bauphase permanent vor Ort zu sein und zusammen mit den Dorfbewohnern zu arbeiten und zu leben, haben sicherlich auch geholfen, dass die Bauprojekte zügig und qualitativ gut durchgeführt wurden.

Ein weiterer Erfolgsfaktor war sicherlich, dass die lokale Bevölkerung in die Bauprojekte mit eingebunden worden ist. Hieraus ergab sich für alle eine Win-win-Situation. Der “Nepal Helping” konnte so das Wissen und das Engagement der Menschen vor Ort nutzen. Sei es durch örtliche Schreiner, die die Holzarbeiten durchgeführt haben. Sei es durch die vielen helfenden Hände, die etwa beim Tragen von Baumaterialien mit angepackt haben. Oder sei es durch die Frauen, die alle Arbeitenden auf der Baustelle mit Essen versorgt haben.

Und auf der anderen Seite ergab sich für die Menschen vor Ort die Möglichkeit, der Baustelle Geld zu verdienen und sich durch die Mitarbeit fachlich in verschiedenen Gewerken weiter zu Qualifizieren. Wichtig für den Erfolg war aber auch, dass alle für die Genehmigung und Umsetzung des Bauprojektes relevanten Akteure frühzeitig in das Vorhaben einbezogen worden sind, wie etwa der Bürgermeister, das lokale Klinikkomitee sowie Verantwortliche auf Distriktebene. Denn eins war klar, mit dem Bau konnte erst begonnen werden, wenn ein Grundstück vor Ort gefunden war, die zuständige Distriktverwaltung den Bauplan genehmigt und die Übernahme der laufenden Kosten, wie zum Beispiel der Gehälter des medizinischen Personals zugesichert hatte.

An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass die Verfassungsreform in Nepal aus dem Jahre 2015 und der damit eingeleitete Dezentralisierungsprozess das Genehmigungsverfahren für solche Bauvorhaben vereinfacht hat. Doch fehlt den Distrikten in aller Regel noch das Wissen und Geld, um selbst ein solches Bauprojekt durchführen zu können. Wie bei allen Bauten, auch in Nepal steht zu Beginn auf Grundlage des Bauplans die Einmessung des Geländes und Gebäudes. Im Anschluss folgt der Aushub des Geländes, wobei es gerade bei Hanglagen, und dies ist in Bergregionen quasi unvermeidlich, wichtig ist, eine Balance zwischen dem Aushub in den Berg und den Stützmauern auf der Talseite zu Finden.

Das Gelände

Die Gesundheitsstation verfügt über insgesamt fünf Räume, die um den Eingangsbereich angeordnet sind. Bei Betreten des Eingangsbereichs befindet sich auf der linken Seite ein Untersuchungszimmer, sowie der Aufenthalts bzw. Schlafraum des medizinischen Personals. Auf der Stirnseite ist die Küche und auf der rechten Seite befinden sich der Entbindungsraum, einschließlich Toilette und Dusche, sowie ein weiteres Zimmer, das für Behandlungen sowie zum Ausruhen von PatientInnen genutzt werden kann. Außerdem befindet sich eine weitere Toilette mit integrierten Duschmöglichkeiten im Außenbereich der Gesundheitsstation.

Das Bauprozess

Die nächsten Arbeitsschritte umfassen den Bau des Fundaments. Das Fundament ist wichtig, da es die Lasten des Gebäudes auf den Untergrund verteilt. In Abhängigkeit der Festigkeit des Untergrundes und der auftretenden Lasten fallen diese schmaler oder breiter aus. Stützen, die mehr Gewicht auf das Fundament bringen, werden mit einem Einzelfundament gestaltet und dann in das Bandfundament einbezogen. Hierbei war und ist wichtig, dass zwischen dem Fundament und den darauf aufbauenden Strukturen eine gute mechanische Verbindung besteht, etwa durch Bewehrungsstahl oder eine raue Oberfläche des Fundaments.

Aber Was sind nun die zentralen Elemente für eine erdbebensichere Bauweise? Beim Mauerwerk ist es für eine erdbebensichere Bauweise elementar, dass die armierte Betonstruktur ideal in das Mauerwerk eingefügt wird. Dabei ist wichtig, dass die Wände zuerst gemauert werden und danach die Stützen betoniert werden, denn erst hierdurch entsteht eine mechanische Verbindung zwischen Wänden und Stützen, die gewährleistet, dass die horizontalen Schwingungen, die zumeist bei Erdbeben erzeugt werden, aufgefangen werden.

Weitere wichtige Bauelemente für die Erdbebensicherheit eines Gebäudes sind die vertikalen und horizontalen Betonelemente, wozu auch der obere Ringbalken gehört, die das Gebäude quasi verpacken und horizontale Bewegungen des Gebäudes verhindern bzw. Reduzieren. Schließlich muss für die Erdbebensicherheit des Gebäudes auch die Betondecke direkt mit Stahl mit den vertikalen Strukturen verbunden werden, denn erst hierdurch wird erreicht, dass das Gebäude wie ein Paket allseitig geschnürt ist. Und das Ergebnis? Im Bergdorf Keemalung hat es “Nepal Helping” wie erhofft geschafft, in nur sechs Monaten zwischen November 2023 und April 2024, die Gesundheits- und Entbindungsstation zu bauen. Ohne die tatkräftige Unterstützung der lokalen Bevölkerung und ihrem handwerklichen Geschick wäre dies sicher nicht möglich gewesen.

Das fertige Gebäude

Und bereits ein Monat später im Mai, konnte im Beisein der Dorfbewohner und aller Projektbeteiligten die Gesundheitseinrichtung feierlich eröffnet werden. 100 Quadratmeter umfasst das Gesundheitszentrum, auf sechs Räume, zwei Behandlungszimmer, einen Entbindungsraum, einen Schlafraum, einen Warteraum Und eine Küche. Alle Räume sind ausgestattet mit dem notwendigen Equipment wie eine Liege, ein Geburtsstuhl, Betten, ein Ultraschall und Beatmungsgerät, ein Computer oder ein Herd. Zudem hat das Zentrum zwei Toiletten und eine Dusche und verfügt über einen Strom- und Wasseranschluss. Zwei medizinische Fachkräfte, ein Assistenzarzt und eine ausgebildete Hebamme sind permanent vor Ort, um sich um die gesundheitlichen Belange der Menschen aus der Umgebung von Keemalung zu kümmern. Für etwa 6000 Menschen bedeutet dies eine deutliche Verbesserung der Gesundheitsversorgung.

Q&A
Was waren die Gesamtkosten des Projektes?

Die Gesamtkosten für das Projekt beliefen sich auf rund 105.000 Euro. Damit lagen die Kosten rund 15.000 Euro über der ursprünglichen Planung. Hauptgründe für den Kostenanstieg waren zum einen die Transportkosten, die doch höher waren als anfangs angenommen. Zum anderen waren die Erdarbeiten aufwendiger als gedacht, denn ein großer Felsbrocken, auf den die Arbeiter bei der Herrichtung des Geländes im Untergrund gestoßen sind, hatten es notwendig, das Baugrundstück um rund 30 Meter zu verschieben.

Wie verlief der Entwurfsprozess und wer war dafür verantwortlich?

Die Gesundheitsstation ist im Vergleich zu Gebäuden, die sonst im Hochgebirge Nepals zu finden sind, alles andere als einfach. Denn das Gebäude zeichnet sich insgesamt durch einen guten bis sehr guten Baustandard aus. Dies gilt sowohl für das solide gebaute Fundament als auch für die erdbebensichere Bauweise der Mauern, Stützpfeiler und des Dachs, den Wasser- und Stromanschluss, sowie den ordentlichen Innenausbau.

Die vier Gesundheitsstationen die unser lokaler Projektpartner “Nepal Helping” bisher gebaut hat, ähneln sich sicherlich. So wurden Aspekte die sich bewährt haben, beibehalten. Auch das äußere Erscheinungsbild mit dem rot-weißen Fassadenanstrich ist bewusst beibehalten worden, um eine Art Wiedererkennungswert zu schaffen. Und doch gibt es zwischen jeder Gesundheitsstation Unterschiede, weshalb es sich nicht um einen einfachen Copy-Paste-Entwurf handelt. So machen es die jeweilige Geländesituation und Grundstücksgröße notwendig, das Gebäude an den jeweiligen Ort anzupassen. Auch haben Erfahrungen die mit den bisher gebauten Gesundheitsstationen gemacht wurden, dazu geführt, den Entwurf anzupassen. So befand sich zum Beispiel in der ersten Gesundheitsstation im Ort Betang, die gebaut wurde, die Küche noch im Aufenthalts bzw. Schlafraum der Krankenschwester, was sich aber als nicht praktisch herausgestellt hat. In Keemalung wurde im Unterschied zur ersten Gesundheitsstation auch die Toilette inklusive Dusche für die Patienten- bzw. Besucher nach außen verlagert.

Ist der Preis niedriger oder höher als bei vergleichbaren Projekten?

Was in Nepal ein normaler Baupreis pro Quadratmeter ist, ist sicherlich schwer zu beantworten. Was wir doch sagen können, ist dass die Gesamtkosten in der in Keemalung errichteten Gesundheitsstation sich gegenüber der zweiten Gesundheitsstation, die wir im Bergdorf Bohrle im Jahr 2020 unterstützt haben, fast verdoppelt haben. Zwei Gründe dürften hierfür vor allem verantwortlich sein. Zum einen waren die Transportkosten in Keemalung wesentlich höher, da sich der Projektstandort in einer deutlich entlegenen Region befindet. Zum anderen sind auch in Nepal in den vergangenen Jahren die Baukosten deutlich gestiegen, also durch gestiegene Kosten für Löhne, Baumaterial und Transport.

Anzumerken ist noch, dass in den Gesamtkosten unter anderem auch die Ausgaben für die Innenausstattung der Gesundheitsstation, wie das medizinische Equipment und der Einbau auch umfassen die Kosten, die Personal- und Verwaltungskosten des lokalen Projektpartners, sowie Ausgaben für die Versicherung der Bauarbeiter und die feierliche Öffnung der Gesundheitsstation. Die reinen Baukosten liegen damit in einer Größenordnung von rund 80.000 Euro.

Gibt es Pläne, das Dach als Terrasse zu nutzen oder ein weiteres Stockwerk zu errichten?

Das Gebäude ist von seiner Statik her so konzipiert, dass perspektivisch ein weiteres Stockwerk aufgesetzt werden könnte, was aber mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Jahren nicht passieren wird. Ein möglicher Treppenaufgang wurde dann im Außenbereich Errichtet. Um die Gefahr möglicher Einbrüche zu reduzieren, ist um die Gesundheitsstation ein Zaun errichtet worden. Außerdem wird das Grundstück durch einen Nachtwächter bewacht.

Was ist die Situation mit Wasserversorgung und Toiletten?

Die Wasserversorgung der Gesundheitsstation erfolgt über eine nahegelegene Quelle. Denn ein öffentliches Wassernetz gibt es im Bergdorf Keemalung nicht, dafür ist die Gegend zu entlegen und gebirgig. Die Gesundheitsstation verfügt über zwei Toiletten mit Wasserspülung, wobei das Abwasser in einer unterirdischen Sickergrube fließt. Im Eingangsbereich der Gesundheitsstation befindet sich eine Rampe. Der Bau einer solchen Rampe war bzw. ist eine staatliche Vorgabe. Sicherlich kann die Frage gestellt werden, inwieweit eine Rampe in einer Berggegend, in der sich auf den unbefestigten und steilen Wegen niemand mit dem Rollstuhl außerhalb seines Hauses fortbewegt, notwendig ist.

Wie steht es mit dem rollstuhlgerechten Zugang?

Denn im Alltag ist es zumeist so, dass Menschen, die nicht mehr selber laufen können, von ihren Angehörigen bzw. Freunden getragen werden, auch auf die Toilette. Und dennoch dürfte die Rampe für ältere Menschen, die eventuell keine Stufe mehr laufen können, den Zutritt in die Gesundheitsstation etwas einfacher machen. Innerhalb der Gesundheitsstation gibt es jedoch einen Rollstuhl, um Patienten bei Bedarf von einem Raum in den anderen fahren zu können.

Schlusswort

Wir, die DESWOS, Gecotec und “Nepal Helping,” sind überzeugt, dass sich dieses Engagement gelohnt hat und hilft, das Leben der Menschen in den entlegenen Hochgebirgslagen Nepals zu verbessern. Deshalb sind wir fest entschlossen, auch in der Zukunft mit unserem Engagement nicht nachzulassen und uns weiter für die Menschen vor Ort einzusetzen. Aus den bisher erfolgreich umgesetzten Projekten sowie der Tatsache, dass der von uns entwickelte Gebäudetyp von staatlicher Seite inzwischen Standard für alle weiteren lokalen Gesundheitsstationen werden soll, schöpfen wir auf jeden Fall die hierfür notwendige Motivation. Wir sind deshalb optimistisch dass die Gesundheits- und Entbindungsstation in Keemalung nicht die letzte gewesen ist, die wir in den Bergen Nepals gebaut haben. Deshalb freuen wir uns auf alles, was noch kommt.