Grundlagen
Worum geht es bei dieser Präsentation?
Bevor man mit der Planung von Baumaßnahmen beginnt, ist ein gewisses Maß an Recherche erforderlich, und natürlich sollte das meiste davon persönlich vor Ort geschehen. Natürlich gibt es viele Ähnlichkeiten zwischen Bauprojekten, unabhängig vom Standort – sie alle haben Wände und Dächer und Türen usw. Gleichzeitig ist jede Region anders und die Anforderungen, die jedes Projekt erfüllen muss, sind jedes Mal anders und hängen von vielen Faktoren ab. Dazu gehören das Klima, die örtlichen Gepflogenheiten, das Risiko von Naturkatastrophen, die Verfügbarkeit bestimmter Materialien, die vorhandene Infrastruktur, die Leichtigkeit des Transports und viele andere. Die Präsentation gibt einen Überblick über all diese Faktoren und versucht, sie zusammenzufassen.
Zwei Themen werden ausführlicher behandelt – die Analyse des Kontextes, in dem der Bau stattfinden soll, und die Frage, wie man sich ein klares Bild von der Verfügbarkeit von Baumaterialien machen kann, die man theoretisch für das zukünftige Projekt verwenden kann.
Präsentiert von We-Building e.V.
Dauer 20 Minuten, Untertitel DE, EN, ES, FR
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Transkript
Gehen wir einige grundlegende Informationen durch, die vor Beginn eines Bauprojekts bekannt sein sollten. Zunächst einmal muss man wissen, in welchem Kontext und an welchem Ort das Bauvorhaben durchgeführt wird. Unterschiedliche Standorte erfordern unterschiedliche Ansätze. Es ist ein großer Unterschied, ob ein Projekt in einer ländlichen Umgebung oder inmitten einer großen Stadt durchgeführt wird, obwohl Bauvorhaben in stark urbanisierten Gebieten für diese Art von Projekten viel seltener sind. Wie gestaltet sich das tägliche Leben und wie sind die Gemeinschaften am Projektort aufgebaut?
Unterschiedliche Gemeinschaften haben verschiedene Erwartungen und Bedürfnisse. Zudem stehen ganz andere Herausforderungen an, wenn das Projekt in einer abgelegenen ländlichen Region mit schlechter Straßenanbindung und unterschiedlichem Zugang zu Baumaterialien oder Fachwissen liegt. Diese Phase umfasst viel Recherche und man kann damit beginnen, typische lokale Bauweisen zu beobachten. Ok, vielleicht braucht es fast keine Recherche, da es im Grunde nur viel Beton und Zementblöcken gibt. In urbanisierten Gebieten sehen 99% aller Gebäude weltweit so aus. Es ist jedoch wichtig, dies zu erkennen, um zu verstehen, wie schwierig es ist, etwas anders zu machen, falls man sich dazu entscheidet.
Es gibt jedoch immer Ausnahmen, die oft sehr regionspezifisch sind und als Ausgangspunkt dienen können, wenn man alternative Lösungen ausprobieren möchte, wie zum Beispiel die kostengünstigen Holz- und Strohhäuser in Mosambik oder die Pfahlbauten aus Holz und Raffia-Palmen in Ghana. Verschiedene traditionelle Lehmhäuser mit Strohdächern in Kenia, Burkina Faso und Malawi zeigen eine lange Tradition des Lehmbaus. Es ist wichtig, solche Beispiele zu finden, wenn man lokale Handwerker suchen möchte, die mit solchen Bauweisen vertraut sind.
Es ist ebenso wichtig zu verstehen, dass einfache, selbstgebaute Lehmhäuser, wie auf diesem Foto, die fast sofort nach Fertigstellung zerfallen, oft die Vorstellung lokaler Menschen von Lehmbau prägen. Wie sieht die unmittelbare Umgebung aus? Handelt es sich um ein urbanisiertes Gebiet mit kleinen Grundstücken und sehr klaren Grundstücksgrenzen in bereits größtenteils bebauten Bereichen? Handelt es sich um kleinere Dörfer und Stadtränder, Gebiete, die noch entwickelt werden, aber bereits über eine angemessene Infrastruktur und Straßenzugang verfügen? Ist es völlig abgelegen ohne Infrastruktur und mit schwierigen Zugang?
Oder in einen stark begrünten Areal, das eine enge Naturanbindung Erfordert? Abhängig von der Region müssen die realistischen Risiken von Naturkatastrophen wie Erdbeben und tropische Stürmen bedacht werden. Wie man sieht, gibt es Teile der Welt, die größtenteils von beiden sicher sind und einige Länder, die leider beide fürchten müssen. Die auffälligsten Beispiele der letzten Jahre, die große Zerstörungen erlitten und viele internationale Hilfe benötigten, waren Haiti und Nepal. Diese Katastrophen gefolgt von umfangreichen Wiederaufbauten und internationaler Hilfe unterstreichen die Notwendigkeit, die Bauqualität stark zu beachten.
Ohne Mindeststandards im Bauwesen könnten neu errichtete Gebäude innerhalb weniger Jahrzehnte erneut zerstört werden, was alle Bemühungen zunichte macht. Die Merkmale des Grundstücks, Größe, Vegetation, Neigung, bestimmen das mögliche Aussehen des Gebäudes. Ein großes Grundstück in ländlicher Umgebung bietet mehr Flexibilität für die Anordnung der Gebäude. Bei kleineren Grundstücken muss das Design oft kompakt sein. Besteht ein Risiko für Überschwemmungen, sollte das Design entsprechend angepasst werden, um dieses Risiko zu mindern. In dicht bewaldeten Gebieten sollte das Gebäude sich harmonisch einfügen und möglichst viel Vegetation erhalten. Und wie oft betont, muss man die Größe des Grundstücks exakt verstehen, sowohl auf dem Papier als auch in der Realität.
Materialien Ein Bereich, in dem etwas recherchieren vor allem vor Ort absolut notwendig ist, insbesondere wenn es darum geht, anders als Zement und Beton zu verwenden. Ein bisschen Window-Shopping, ein Spaziergang über den örtlichen Baustoffmarkt hilft, neue Kontakte zu knüpfen und einen besseren Überblick über Preise und Verfügbarkeit zu bekommen. Man sollte dies geduldig und mit einem Lächeln tun. Es kann ganz unterhaltsam sein. Viele Verkäufer erwarten, dass Käufe sofort gemacht werden und sind vielleicht enttäuscht, wenn dies nicht passiert, aber das gehört zum Geschäft dazu.
Das Grundbaumaterial sind immer verschiedene Arten von Blöcken. Es gibt verschiedene fabrikgefertigte Zementblöcke von höchster Qualität, die jedoch meist zu teuer sind, um in den meisten Projekten verwendet zu werden. Dann gibt es die typischen selbst hergestellten Blöcke aus Sand und Zement, die direkt auf der Baustelle gefertigt und in der Sonne getrocknet werden. Auf diese Weise entfallen Transportkosten. Der Herstellungsprozess ist einfach. Eine Mischung aus Zement, Wasser und Sand wird in Formen gefüllt und verdichtet, um die Blöcke zu formen.
Es gibt viele verschiedene Formen und Größen, abhängig davon, wer sie herstellt und welcher Form verwendet wird, aber die Endergebnisse sind sehr ähnlich und hängen meist davon ab, wie viel Zement tatsächlich verwendet wurde. Die Blöcke werden gestapelt und bis zur Verwendung gelagert. Wie hier zu sehen ist, können sie leicht geschnitten werden, können aber auch leicht auseinanderfallen, wenn zu wenig Zement verwendet wird. Daher sollten sie vorsichtig behandelt werden. Sie haben eine hohe Druckfestigkeit und einmal in Wände eingebaut und verputzt sind sie jedoch stabil und haltbar.
Gebrannte Ziegel sind eine weitere Möglichkeit. Fabrik-mäßig hergestellte Optionen können ebenfalls gekauft werden, aber häufiger werden sie in kleineren Mengen in selbstgemachten Brennöfen hergestellt. Ihre Verfügbarkeit hängt von den Tonvorkommen ab. In Ländern wie Malawi, Mosambik und Zimbabwe sind sie eine verbreitete Bauweise. Die Erdmischung wird mit Wasser vermischt, erneut in Formen gefüllt und zum Trocknen gelassen. Anschließend werden die Brennöfen mit den Ziegeln gefüllt und auf eine sehr hohe Temperatur von über 900 Grad erhitzt. Obwohl diese Ziegel qualitativ hochwertig sind, tragen sie in vielen Ländern durch die Verwendung von Holz als Brennstoff zur Entwaldungsproblematik bei.
Von allen gezeigten Blockarten sind die einfachen, in der Sonne getrockneten Lehmziegel die nachhaltigste Alternative. Es handelt sich um eine ähnliche Mischung aus Sand, Lehm und Wasser, wobei in einigen Fällen faserhaltige Stoffe wie Stroh als Bindemittel hinzugefügt werden. Sie werden nicht gebrannt oder stabilisiert und haben daher den geringsten CO2-Fußabdruck. Im Vergleich zu gebrannten Ziegeln haben sie eine geringere Druckfestigkeit und sind nicht wasserresistent, aber wenn sie richtig eingesetzt und gut gestützt werden, können sie eine ausgezeichnete Alternative sein, insbesondere von nicht tragende Wände.
Lehmziegel sind eines der ältesten Baumaterialien seit 10.000 Jahren in Gebrauch und existieren weltweit in unzähligen Formen und Varianten. Eine modernere Version der Lehmziegel sind die gepressten Lehmblöcke mit einem Zementanteil von 3-5%, was sie stabilisiert. Die Mischung ist wieder sehr ähnlich, Erde, also Kies, Sand, Schluff und Ton in verschiedenen Anteilen, Wasser und, in diesem Fall, Zement. Sie wurden erstmals in der 50er Jahre in Kolumbien eingeführt. Diese Blöcke werden dann mit speziellen Maschinen komprimiert, was der spezifischste Teil ihrer Produktion ist, was die Verfügbarkeit dieser Maschinen und entsprechendes Wartungswissen voraussetzt.
Ihre Druckfestigkeit ist höher und sie sind haltbarer als die grundlegenden Lehmziegel. In diesem Sinne können sie besser für tragende Wände verwendet werden, insbesondere in der Wohnarchitektur mit kleineren Spannweiten. Ihre Wasserresistenz ist immer noch eine Schwäche, daher müssen sie besser von Regen geschützt Werden. Nach dem Komprimieren werden sie zum Trocknen ausgelegt und können nach einer Aushärtungszeit von 4 Wochen verwendet werden.
Eine völlig alternative Bauweise besteht darin, Bambus als Material für die tragenden Elemente zu verwenden. Das ist natürlich nur in Ländern möglich, in denen spezielle Bambusarten die für den Bau geeignet sind, vorhanden sind. Wir werden in diesem Abschnitt nicht zu sehr ins Detail gehen, möchten aber betonen, dass es eine erstaunliche und sehr nachhaltige Alternative zu klassischen Bautechniken darstellt, viel Wissen und geeignete lokale Experten erfordert, die Erfahrung mit dieser Bauweise haben. Ohne solche Unterstützung ist die Bambuskonstruktion sehr schwer umzusetzen.
Auf der anderen Seite, wenn Bambus ausschließlich als Verkleidung verwendet wird, gibt es viele Einsatzmöglichkeiten und alles ist viel einfacher. Bambus hat Nachteile wie Anfälligkeit für Insekten und Pilzbefall und er sollte viel Aufmerksamkeit auf angemessenen Schutz gelegt werden. Es ist immer wichtig, die Holzsituation am Bauort zu prüfen, die Qualität, Verfügbarkeit und Kosten und die Planung entsprechend anzupassen. Holz wird zumeist immer auf Baustellen vorhanden sein, um es für die Schalung oder für Dachkonstruktionen zu verwenden.
In einigen Ländern, wie zum Beispiel Ghana oder Nigeria, ist das Holz von sehr hoher Qualität und zu vernünftigen Preisen verfügbar, so dass es tatsächlich mit Beton als Baumaterial konkurrieren kann. In anderen Ländern, wie Gambia, ist die Entwaldung ein großes Problem und es ist fast unmöglich Holz zu finden und wird dann nur für hochwertige Anwendungen wie Möbel oder Türen genutzt. Sperrholz wird ebenfalls häufig verwendet, insbesondere für Decken und Verkleidung und wird mit ziemlicher Sicherheit aus China importiert, den bei weiteren größten Herstellern von Sperrholz in der Welt.
Wenn es kein Holz gibt oder es zu teuer ist, sollte man auf die Verfügbarkeit von Stahlprofilen zurückgreifen. Diese werden dann anstelle von Holz für den Bau der Dachkonstruktion verwendet und können sogar für die gesamte Konstruktion eingesetzt Werden. Metall ist definitiv das bevorzugte Material für Dächer.
Wir können vorgeben, dass es Alternativen gibt, aber in 99% der Fälle handelt es um Dachblech. Dieses Video zeigt Kapstadt, aber es könnte auch überall sonst auf der Welt sein. Bei kleineren Gebäuden wird meist ein Metalldach gewählt und das Material wird auch fast immer aus Ländern wie China oder Indien importiert. Obwohl die Preise oft ähnlich sind, ist es wichtig, Dicke und Materialzusammensetzung zu prüfen, da diese den Preis stark beeinflussen.
Der dicken Unterschied zwischen 0,4 und 0,6 mm ist schwer zu erkennen, beeinflusst jedoch stark die Festigkeit und Haltbarkeit der Platten. Hier sind einige theoretische Alternativen für Dachabdeckungen. Dachziegel aus gebrannten Ton sind vielleicht in Europa sehr verbreitet, aber nicht so sehr in den Ländern des globalen Südens. Neben dem Preis ist einer der Gründe dafür, dass solche Dächer eine Neigung von mindestens 17 Grad erfordern. Wellplatten aus Faserzement sind hier und da erhältlich und man sieht sie gelegentlich auf Dächern.
Ihr Vorteil wäre Schalldämmung, aber unserer Erfahrung nach ist es auch sehr sehr wahrscheinlich, dass sie Asbest enthalten, daher ist Vorsicht geboten. Die einzige praktikable Alternative ist Stroh, das eine sehr lange Tradition als Dachmaterial hat. Man sollte immer prüfen, ob Stroh-Dächer in der Region in der gebaut wird, üblich sind. Es ist eine nachhaltige Bauweise, allerdings mit zwei Einschränkungen. Erstens setzt sie voraus, dass in dem betreffenden Gebiet Kenntnisse über diese Bauweise vorhanden sind und zweitens betrifft es das Design. Die empfohlenen Neigungen dieser Dach beträgt 45 Grad, was sehr steil ist, daher sind sie meistens für kleinere Bauformen geeignet. Hier sind einige Beispiele aus aller Welt.
Es ist sehr üblich, einfaches, etwas dickeres PVC als Abdichtung zu verwenden, obwohl es nicht wirklich das ideale Material ist. Ein Blick auf die Preise für geeignetere Produkte in lokalen Geschäften zeigt, warum diese bei einfacheren Projekten oft nicht zum Einsatz kommen. Die Läden, die Fliesen verkaufen, gibt es überall, aber die Ausfalle ist oft sehr begrenzt und die Qualität nicht die höchste. Wenn man etwas bestimmtes sucht, könnte es nötig sein, ein wenig herum zu laufen. In den meisten Fällen kann das was vorhanden ist, sofort gekauft werden, solange der Vorrat reicht. Zement- und Stahlhändler gibt es überall.
Die Preise sind mehr oder weniger immer ähnlich, da sie von globalem Markt beeinflusst werden. Unterschiede gibt es meist aufgrund der Qualität der spezifischen Zementmarken oder Transportkosten an einem bestimmten Ort. Es ist ratsam zu prüfen, ob die angegebene Dicke der Stahlstäbe für die Bewehrung auch der tatsächlichen Verkauften entspricht. Manchmal wird ein 10 mm Stab als 12 mm Stab bezeichnet und niemand findet das merkwürdig. Bei Zement und Stahl kann es sinnvoll sein, größere Mengen in Voraus zu kaufen, da die Preise oft schwanken, aber fast nie senken.
Beim Reisen kann man oft einzigartige lokale Architektur entdecken. Dabei kann es sich um ein Moschee aus Lehm handeln oder um Pfahlbauten aus Holz, deren Wände aus Palmzweigen gebaut sind. All dies kann auf einige lokale Bautraditionen hinweisen, die vielleicht in gewissem Umfang in den neuen Projekten genutzt werden können. Eine interessante Informationsquelle ist zum Beispiel diese Webseite, auf der verschiedene Beispiele von einheimischen Architektur in verschiedenen afrikanischen Ländern vorgestellt werden. Es gibt natürlich viele ähnliche Quellen im Internet, die andere Kontinente abdecken.
Resorts, Backpacker-Hostels und ähnliche Orte sind gute Anlaufstellen, um zu sehen, was mit verschiedenen alternativen Bauweisen möglich ist. Hier sieht man oft recht gut, welche Teile der traditionellen Architektur kommerziell genutzt werden könnten. Wenn etwas interessant und gut gemacht aussieht, kann man immer nach Kontakten fragen und sich mit Personen oder Unternehmen in Verbindung setzen, die es gebaut haben. Dort kann man immer diverse Bauweisen wie Lehm, Bambus, Holz, Strohbau und Superadobe sowie verschiedene Pflasteroptionen sehen.
Der Transport ist ein Aspekt, der besonders bei Projekten ohne Bauunternehmer, bei denen die NGO für die Materialbeschaffung verantwortlich ist, sehr ernst genommen werden sollte. Das ist oft kein einfaches Thema und kann sehr aufwendig sein. Deshalb ist jeder Lastwagen den man auf der Straße sieht, bis zum Äußeren gepackt. Bei Baustellen in abgelegenen Gebieten sollte man beim Vergleich der Materialpreise mit denen in nächstgelegenen Städten aufpassen, da Transportkosten oft nicht eingerechnet sind.
Die Herausforderungen beschränken sich nicht nur auf Kosten und Benzinpreise. Die Zugänglichkeit kann auch auf einer relativ leicht zugänglichen Baustelle ein ernsthaftes Problem darstellen. In der Regenzeit verwandelt sich alles in Schlamm, Lastwagen kommen nicht durch, Räder bleiben stecken. Jedes Mal, wenn ein Lastwagen erfolgreich etwas zur Baustelle liefert, kann das als kleiner Sieg gewertet werden, zudem sind die meisten LKWs in einem schlechten Zustand und gehen ständig kaputt, was zu weiteren Verzögerungen und Problemen führt. Da die Baustelle von der stetigen Lieferung von Zement, Stahl, Ziegeln oder Sand und Kies abhängt, ist es ratsam realistisch zu planen, die Situation sorgfältig zu prüfen und mit Verzögerungen und zusätzlichen Kosten zu rechnen.
Das verfügbare Infrastrukturniveau spielt ebenfalls eine große Rolle bei der Umsetzung des Projekts. Es sollte von Anfang an klar sein, was verfügbar ist und was nicht, sowie welche tatsächlichen Bedürfnisse das zukünftige Gebäude hat. Gibt es Wasser oder müssen Brunnen oder Bohrungen angelegt werden, was erhebliche Kosten verursachen kann? Wie steht es mit der Regenwassernutzung und wofür könnte es verwendet werden? Abwasser. Welche Art von Klärgrube wird verwendet und wie wird sie geleert? Dies hängt von Entscheidungen ab, ob Trocken oder Spültoiletten verwendet werden.
Gibt es Strom und gibt es Pläne, sich an das öffentliche Netz anzuschließen? Oder werden Solarpanele installiert, um alle Bedürfnisse zu decken? Wenn ja, wie und wo werden sie installiert, vor Diebstahl geschützt und gewartet? All diese Fragen haben weitere Implikationen und bringen potenziell hohe Kosten mit sich, daher sollten sie sehr früh besprochen werden. Um ein klares Bild von den bevorstehenden Herausforderungen und Möglichkeiten eines Projekts zu erhalten, ist umfassende Recherche notwendig. Egal wer die Bauarbeiten leitet, es lohnt sich, die Umgebung persönlich zu erkunden. Dieser Aufwand vereinfacht viele zukünftige Gespräche und Entscheidungen.
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